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Niederschlag

Der Atmosphäre wird durch Verdunstung ständig Wasser in Form von Wasserdampf zugeführt. Durch Kondensation und Sublimation des Wasserdampfes infolge Abkühlung der Luft unter den Taupunkt kommt es zur Bildung von Wassertröpfchen oder Eisteilchen. Es entstehen Wolken, in Bodennähe Nebel.

Niederschlag entsteht, sobald die als Wolken oder Nebel in der Luft schwebenden Hydrometeore vom Aufwind nicht mehr getragen werden und zur Erde fallen (fallender Niederschlag wie Regen, Schnee und Hagel) oder sich an der Erdoberfläche absetzen (abgesetzter Niederschlag wie Tau und Reif).

Zur Erfassung der auf die Erdoberfläche fallenden Niederschläge wird in erster Linie die Niederschlagshöhe [mm] gemessen. Sie gibt an, wie hoch der Niederschlag den Erdboden bedecken würde, sofern der Niederschlag weder verdunstet noch abfließt oder versickert. Jeder Millimeter Niederschlagshöhe entspricht dabei einer Niederschlagsmenge von 1 Liter je m² Bodenfläche. Fällt der Niederschlag in fester Form (etwa als Schnee), so wird die Wasserhöhe des geschmolzenen Niederschlages als Niederschlagshöhe ermittelt.

Die Niederschlagsmessung erfolgt durch ein einfaches Auffangen der Niederschläge, wobei der Niederschlagsmesser hindernisfrei aufgestellt sein muß. Gefordert wird, daß der horizontale Abstand zu Hindernissen wie Gebäuden, Bäumen oder Mauern mindestens der Höhe des jeweiligen Hindernisses entspricht. Der Niederschlag, der in einer Höhe von 1 m über dem Erdboden durch eine horizontale Auffangfläche fällt, wird in einer Kanne gesammelt und zur Messung in ein Meßgefäß umgefüllt oder auch durch Zählung der Kippvorgänge einer unter dem Auffangtrichter stehenden Wippe ermittelt.

Elektronische Niederschlagsmesseinrichtung
 

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