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Luftfeuchte & Temperatur

Luftfeuchtigkeit

Die Luft ist in Abhängigkeit von ihrer Temperatur in der Lage, eine bestimmte Menge an Wasserdampf aufzunehmen und zu speichern.
Der in der Atmosphäre vorhandene Wasserdampfgehalt wird als Luftfeuchtigkeit bezeichnet.

Mit maximal 4 Vol % ist der Anteil des Wasserdampfes an der Atmosphäre vergleichsweise gering. Auch unterliegt die Feuchte beträchtlichen Schwankungen. Aufgrund der Bedeutung des Wasserdampfes für Wetter und Klima gehört die Luftfeuchte jedoch zu den wetterwirksamsten meteorologischen Elementen. Gleichzeitig werden durch den Wasserdampfgehalt der Luft eine ganze Vielzahl von chemischen, physikalischen und biologischen Prozessen hervorgerufen oder beeinflußt, so dass der Feuchtegehalt der Umgebungsluft in zahlreichen Anwendungsgebieten eine wichtige Prozessgröße darstellt.

Feuchtemessgrößen
Verfahren zur Messung der Luftfeuchte
h-x-Diagramm

Lufttemperatur

Die Lufttemperatur kennzeichnet den Wärmezustand der Atmosphäre. Zugleich ist sie ein Maß für die mittlere Bewegungsenergie der Luftmoleküle. Am absoluten Temperatur-Nullpunkt befinden sich die Moleküle im völligen Bewegungsstillstand.
Die Werte der Lufttemperatur werden für gewöhnlich in °C (Celsius) angegeben, Temperaturdifferenzen immer in K (Kelvin). Celsius-Skala und Kelvin-Skala unterscheiden sich nur durch die Wahl des Nullpunktes. Es gilt: t [°C] = T [K]-273,15

Temperatur- und Strahlungsgleichgewicht

Zur genauen Messung der Temperatur ist es erforderlich, dass sich Messfühler und Umgebungsluft im Wärmegleichgewicht befinden. In jedem thermisch abgeschlossenen System stellt sich ein solches Wärmegleichgewicht mit der Zeit ein. Die Messung der Temperatur der Atmosphäre ist insofern mit Schwierigkeiten verbunden, als dass das Messergebnis durch die Einwirkung der direkten und indirekten Strahlung beeinflusst wird.

Der in der Meteorologie verwendete Begriff der Lufttemperatur soll daher nur die kinetische Energie der Luftmoleküle, nicht jedoch die Energie der Strahlung erfassen. Aus diesem Grund erfordert die Bestimmung der Lufttemperatur neben dem Wärmegleichgewicht auch einen wirksamen Strahlungsschutz.

Nach internationaler Vereinbarung wird die Lufttemperatur in 2 m über dem Grund gemessen. Lufttemperaturen sind grundsätzlich Schattentemperaturen.

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